Donnerstag, 12. März 2015

2 Wochen ohne Mama? Kleine Tipps & Tricks


Da das hier ja auch – trotz der vielen Beautygeschichten in letzter Zeit – immer noch auch ein Mama-Blog ist, möchte ich euch heute erzählen, wie ich Monsieur Mignon auf meine lange Reise vorbereite, bei der er nicht dabei sein wird. Ich werde 2 Wochen unterwegs sein und er sieht mich in dieser Zeit, wenn alles so läuft wie geplant, nur über FaceTime. Ich hoffe sehr, dass ich in den chinesischen Hotels überall WLAN habe, so dass ich mit meiner Familie jeden Tag kommunizieren kann.


Mama zum Flugzeug bringen

Schon seit zwei bis drei Wochen bereiten wir den Kleinen darauf vor, dass „die Mama mit dem Opa weit weg fliegt“ und er mit dem Papa ein paar Tage alleine ist. Letzte Woche hab ich ihm ein Flugzeug mit 2 Figuren von Playmobil1-2-3 geschenkt, und er spielt damit jetzt schon jeden Tag „Mama und Opa fliegen nach China“.





Das Flugzeug wird nächste Woche auch mitkommen auf den Flughafen nach Frankfurt, denn von dort aus geht die Reise für uns los. Mein Mann und MM bringen meinen Vater und mich mit dem Auto dorthin. Wir planen einen großen Zeitpuffer ein, so dass wir für alle Staus gewappnet sind. Wenn wir keinen Stau haben, dann möchten wir uns noch ein bisschen den Flughafen anschauen und die Starts und Landungen von der Aussichtsplattform aus bewundern, das wird Monsieur Mignon sicherlich begeistern. Und so werden wir auch genügend Zeit haben, uns von ihm und dem Papa zu verabschieden.

WLAN Vorsorge

Um sicher zu gehen, dass ich auch außerhalb der Hotels immer in WLAN-Nähe bin, habe ich mich bei Boingo eingetragen, das ist ein Dienst der weltweit über 1 Million WLAN Hotspots anbietet – in China findet man davon fast an jeder Straßenecke einen. So weiß ich, dass ich hoffentlich überall für meine Jungs erreichbar bin.


Tage zählen bis zur Rückkehr

Mit Zeitbegriffen kann MM in seinem Alter noch nichts anfangen, deswegen bringt es nichts, ihm zu sagen „in zwei Wochen/zehn Tagen kommt die Mama wieder“. Selbst mit „noch fünf Mal schlafen“ kommt er durcheinander, denn manchmal macht er noch Mittagsschlaf. Deswegen habe ich einen Trick aus dem Film „Luzie, der Schrecken der Straße“ verwendet - kennt ihr die Filme noch?
Im Film wird Luzie bald in die Schule gehen und für jeden Tag, den sie noch Ferien hat, klebt sie einen Aufkleber aus der Sendung mit der Maus auf ihren Schrank. Für Monsieur Mignon habe ich ebenfalls 14 Aufkleber vorbereitet, von denen er jeden Morgen einen auf sein Bettchen kleben darf. Wenn er sieht, dass das Blatt mit den Kleber beinahe leer ist, dann heißt das ja auch, dass ich bald zurückkomme. Bis jetzt zählt er alleine bis 10, dann kann er immerhin nach 4 Tagen schon abzählrn, wie lange es noch dauert :)


Mama-Filme

Wenn das mit dem WLAN spontan nicht funktioniert, habe ich mehrere Filme für verschiedene Situationen vorab aufgenommen, in denen ich den Kleinen beruhige, ermahne (falls er frech zum Papa ist), Gute Nacht bzw. Guten Morgen sage oder ein Schlaflied singe. Die Filme hat mein Mann dann auf dem Handy und kann sie ihm jederzeit zeigen.


Bachblüten

Eine liebe Kollegin hat mir zusätzlich noch Bachblüten empfohlen, falls der Kleine wirklich Sehnsucht nach mir bekommt. Diese Blütenmischungen haben ihren Kindern auch sehr geholfen, als sie über Weihnachten zwei Wochen bei ihrer Mutter in Südamerika war. 
Monsieur Mignon bekommt eine ganz individuelle Blütenmischung, deswegen kann ich euch hier leider keine Tipps dazu geben. Meine Freundin hat mir ein Buch ausgeliehen bei dem ich aussuchen konnte, welche Blüten zu Monsieur Mignons Gemütslage passen könnten und stellt mir nun die Mischung selbst zusammen.
                         

Ruhe bewahren

Aber alles in allem mache ich mir relativ wenig Sorgen, dass mein Sohn das nicht verkraftet, denn sonst würde ich diese Reise ja gar nicht machen. Diesen „Urlaub“ mache ich in erster Linie auch nicht für mich, sondern für meinen Vater: Denn wenn man selbst Kinder hat, geht man mit seinen eigenen Eltern plötzlich wieder ganz anders um. Mir sind meine Eltern sehr viel wichtiger geworden, obwohl sie das natürlich schon immer waren. Aber ich finde es wichtig, mich auch um die Wünsche und Bedürfnisse meiner Eltern zu kümmern und nicht nur um die meines Kindes oder meine eigenen.

Was mich beruhigt: Monsieur Mignon ist – was Fremdeln und Heimweh angeht – ein sehr pflegeleichtes Kind. In Paris hat er mich nicht vermisst (er hat nicht ein Mal nach mir gefragt – ganze 4 Tage lang, hmpf) und in seinem ganzen Leben hat er gerade zwei Mal Anzeichen von Fremdeln gehabt. Er lässt sich jeden Abend von seinem Papa ins Bett bringen und ist auch sonst kein so großes Mamakind mehr. Außerdem habe ich ja vollstes Vertrauen in meinen Mann, der das auch schon im Notfall und ohne Vorbereitung wunderbar gewuppt hat (als ich wegen Bandscheibenvorfall und Bewusstlosigkeit nachts vom Notarzt geholt wurde und anschließend 5 Tage in der Klinik lag).


Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie ich diese Situation ohne meinen kleinen einen großen Mann aushalten werde – vielleicht sollte ich mir auch noch eine Bachblütenmischung machen lassen...

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