Donnerstag, 6. November 2014

Moms rock - das mache ich richtig gut!

Die bezaubernde Autorin und Bloggerin Lucie Marshall hat eine Blogparade ins Leben gerufen zum Thema #momsrock - „Das habe ich in Bezug auf meine Kinder wirklich gut gemacht oder das hat eine Mutter in meinem Umfeld sensationell hingekriegt“. Im Urlaub habe ich Lucies lustiges Buch „Auf High Heels in den Kreißsaal“ gelesen und freue mich nun, bei ihrer Blogparade mitmachen zu können.



Das habe ich richtig gut gemacht


Also, mal überlegen... was kann ich denn richtig gut? Hm, mir fallen nur lauter Sachen ein, die ich besser machen könnte. Und darf ich mich als Mama überhaupt selbst loben? Ich glaube, das ist gerade das Problem bei uns Müttern... 
wir haben ein schlechtes Dauergewissen,
weil wir zu viel arbeiten, während unsere Kinder in der Krippe sitzen...
weil wir zu Hause bleiben, während unsere Freundinnen arbeiten gehen...
weil wir mal wieder nichts Gesundes gekocht haben...
weil wir heute zu streng sind...
weil wir gestern zu nachlässig waren...
STOP! Das war nicht das Ziel dieser Blogparade!
Also bitte Konzentration, Jenny. Was kannst Du wirklich gut?

Hm, ich glaube, ich bin ziemlich gut im Verbergen meiner vielen kleinen Makel vor meinem Sohn:

Er bewundert mich dafür, wie schnell ich sein Zimmer aufräumen kann – dabei bin ich der größte Chaot in diesem Haushalt und werfe einfach alles nur in seine Kisten.

Er glaubt, ich bin die fabelhafteste Köchin der Welt – dabei besteht mein Repertoire aus gefühlten 10 Gerichten, die intuitiv ergänzt oder je nach Kühlschranklage verändert werden. Ich habe 20 Kochbücher und kenne kein einziges Rezept daraus... aber Hauptsache, ihm schmeckt es (und es ist einigermaßen gesund).

Für ihn habe ich die schönste Stimme der Welt, dabei hält sich mein Mann die Ohren zu, wenn ich singe. Doch ich singe jeden Tag mit ihm, schon in der Schwangerschaft hat er meine Singstimme kennengelernt. Nicht, weil ich ihn zu einem kleinen Mozart machen möchte, sondern weil es Spaß macht (vor allem beim Autofahren, da muss ich einfach singen)! Mit seinen zweieinhalb Jahren kann er inzwischen über 30 Lieder erkennbar singen – sowohl vom Text her als auch von der Melodie. Also kann meine Stimme ja nicht sooo schlecht sein, sonst würde er die Lieder nicht richtig nachsingen.

Wenn mich irgendetwas ärgert, dann schnappe ich ihn mir und wir tanzen – Bewegung in Kombination mit lauter Musik (keine Kinderlieder) lässt den Ärger schnell verfliegen und irgendwann kugeln wir dann lachend über den Wohnzimmerteppich. Wir sind beide sehr fröhliche Menschen und uns ist egal, wenn uns andere Leute schräg anschauen, weil wir auf der Straße laut singen oder lachen.

Und das ist es, was ich gut kann: 
Mich nicht von anderen aus dem Konzept bringen lassen, weil sie jeden Tag etwas anderes Vollwertiges auf den Tisch zaubern, weil sie 4 Oktaven singen und ein absolutes Gehör haben, weil ihre Kinder brav am Tisch sitzen bleiben und nicht kleckern oder weil in ihrer Wohnung nie ein Staubkorn zu finden ist.

Ich bin, wie ich bin – und das Wichtigste ist: mein Sohn liebt mich genau so!
Ich glaube, da habe ich irgendetwas richtig gut gemacht.


Das hat eine Mutter aus meinem Umfeld richtig gut gemacht


PS: Ich hätte da noch etwas anzumerken, denn zum zweiten Thema von Lucie möchte ich mich bei meiner eigenen Mama bedanken. 
Nicht nur dafür, dass sie meine Schwester und mich mit ihrer Engelsgeduld, ihrer ruhigen Art, voller Liebe und ohne irgendwelchen Druck erzogen hat, dafür ihren Job an den Nagel gehängt hat und jeden Tag 24 Stunden für uns da war, sondern für das Lob, das ich seit der Geburt meines Sohnes von ihr auf eine ganz wundervolle Weise erhalte: 
Zu jedem Muttertag, Geburtstag oder zu Weihnachten bekomme ich ein kleines Paket mit einem Schmuckstück und einer im Namen meines Sohnes handgeschriebenen Karte, in der „er“ mir sagt, was ich alles toll mache und wie glücklich er ist, so eine super Mama zu haben. Das rührt mich jedes Mal zu Tränen, weil es so süß und persönlich geschrieben ist - denn wer könnte eine Mama besser loben als das eigene Kind? Und wer weiß es besser, wie sehr man sich ab und zu ein Lob wünscht als die eigene Mutter?
Deswegen sage ich jetzt zu meiner Mama: 
Danke dafür, das hast Du richtig gut gemacht!




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