Samstag, 30. August 2014

Der Beikost-Post

Diese Woche war unsere Freundin Diana mit ihrem sechs Monate alten Sohn Benjamin zu Besuch. Sie inspirierte mich dazu, einen Artikel zum Thema Beikost-Zubereitung und -Aufbewahrung zu schreiben. Bei uns lief das Ganze eigentlich problemlos ab, deswegen möchte ich Euch gerne unser Tricks und Tipps weitergeben: Angefangen haben wir mit Kürbis in Eiswürfelportionen, und meistens hab ich das Essen für Monsieur Mignon selbst eingekocht - mithilfe unseres Baby-Cooks.

Unser Beikostgemüse-Werdegang: Erst Kürbis, dann Zucchini, anschließend Kartoffel, später Möhre

Hier meine Tipps und Helferlein für die Beikostzeit:

1. Womit anfangen?

Da mein Mann und ich beide Allergiker sind, riet uns die Hebamme dazu, mit einer Gemüsesorte anzufangen, die nicht allergen ist. Was ich zum Beispiel zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste: Selbst Karotten können Allergien auslösen!
Die Vorschläge unserer Hebamme waren Zucchini, Pastinaken oder Kürbis. Da Kürbis von diesen dreien am geschmackvollsten ist und da sowieso Kürbissaison war, starteten wir also damit. Monsieur Mignon liebte den Kürbis von Anfang und tut es bis heute – war also der perfekte Einstieg.



Sollten Eure Kleinen nicht ganz so begeistert auf eine Gemüsesorte reagieren, dann nicht verzweifeln und eine andere testen (aus den vielen Eiswürfeln wird dann einfach Suppe für Mama & Papa gemacht). Nicht jedes Kind mag Kürbis, vielleicht mag Eures lieber Pastinake? Der Start ist oft mit Schwierigkeiten verbunden, aber sobald ihr das passende für Euren Schatz gefunden habt, macht es großen Spaß zu sehen, wie die kleinen Schleckermäuler Tag für Tag mehr von Eurem leckeren Brei möchten.

2. Selber kochen – ein großer Aufwand?

Ich hatte von Babys gehört, die nach dem Verzehr von Gläschen keine eigens produzierte Beikost mehr mochten, also wollte ich wenigstens in der Anfangszeit auf jeden Fall selbst kochen – was ich dann, zumindest für das Gemüse – auch durchgezogen habe. Wenn man gleich mehrere Portionen auf einmal macht, die für den nächsten Tag in den Kühlschrank packt und den Rest einfriert, muss man das ja auch nicht jeden Tag tun. 
Dazu kam der Babycook von Béaba, mein praktischer Helfer: Diese kleine Gerät kann dampfgaren, erhitzen, mixen und auftauen – also alles, was man während der Beikostzeit braucht. Somit sparten wir uns den teuren Thermomix, den viele Mamis ja extra für die Breizeit anschaffen. Man schnippelt also einfach ein paar Gemüsesorten, gibt alle zusammen in den Babycook, und lässt sie darin garen. Wenn das fertig ist, dreht man den Garkorb um und mixt das Gemüse zusammen mit einem Teil des Garwassers.
Das Ganze funktioniert auch wunderbar mit Fleisch, wobei ich als langjähriger Vegetarier das immer etwas eklig fand und aufgrund mangelnder Bio-Metzger in der Umgebung dazu übergegangen bin, das Bio-Fleisch aus den Hipp-Gläschen 3-4 mal pro Woche zu meinem selbstgemachten Gemüse zuzugeben.
Ich weiß, auch der Babycook ist schon ein kleiner Luxus, denn eigentlich geht das auch mit Dampfkochtopf und Pürierstab ;) Aber das Gerät hatte sich der Papa andrehen lassen und wir waren dann auch ganz dankbar, dass wir ihn hatten. Wir haben ihn vor 2 Jahren für 99 Euro gekauft, inzwischen liegt der UVP bei 120, ihr bekommt ihn z.B. hier bei Skandic für 108€.


3. Welche Portionsgröße und worin einfrieren?
Angefangen haben wir mit 1-2 Löffeln und dann das Ganze tageweise gesteigert. Unsere Hebamme hatte uns auch geraten, die ersten 4 Wochen NUR Kürbis zu geben und erst dann mit einer weiteren Gemüsesorte (in unserem Fall Kartoffel) weiterzumachen. Deswegen haben wir die ersten Kürbisportionen in Eiswürfelbehälter eingefroren. Als sehr praktisch hat sich dabei eine Eiswürfelform von Tupperware erwiesen, die uns meine Oma geschenkt hatte, und bei der man die einzelnen Würfel ganz easy herausdrücken kann.

Später sind wir auf die Babycubes umgestiegen, die entweder 40 oder 70 ml fassen und die wir anfangs immer nur mit einer Gemüsesorte befüllt haben. Als Monsieur Mignon dann größere Portionen gegessen hat, gab es halt ein kleines Förmchen voll Kartoffel plus 3 Eiswürfel Kürbis oder einen großen Zucchini-Cube und einen kleinen Babycube mit Karotte. So kann man variabel auf Vorrat kochen und dem Kind jeden Tag etwas Abwechslungsreiches anbieten. Die tiefgefrorenen Sachen lassen sich dann ganz leicht aus den Cubes herausdrücken und im Babycook auftauen.

Als wir dann später Rezepte mit verschiedenen Gemüsesorten gemacht haben, haben wir die Portionen in den etwas stabileren Portionsbechern von Béaba aufbewahrt und eingefroren – die kleinen davon passen perfekt in die Dampfschale vom Babycook, deswegen haben wir hier lieber etwas mehr investiert, was sich dann aber auch gelohnt hat. Auf jeden Fall solltet Ihr darauf achten, dass die Becher kein BPA und keine Phtalate enthalten und neben dem Tiefkühlfach auch für die Spülmaschine und ev. die Mikrowelle geeignet sind.

Ich hoffe, ich könnte den Mamis mit Kindern im Beikost-Alter ein bisschen weiterhelfen und wünsche Euch allen einen guten Appetit mit Kürbis, Möhre & Co.!

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