Montag, 26. Mai 2014

Urlaubs-Fotostrecke - Gardasee mit Kleinkind

Ganz spontan haben wir dieses Jahr unseren ersten Urlaub gebucht und sind mit Monsieur Mignon Anfang Mai an den Gardasee gefahren. Da die komplette Strecke im Auto mit acht bis neun Stunden dann doch etwas zu lange dauert, haben wir auf dem Hinweg 2 Nächte in Garmisch-Partenkirchen und auf dem Rückweg 2 Nächte in Seefeld/Tirol übernachtet. Die daraus resultierenden 4-Stunden-Strecken, die wir immer in die Mittagsschlafzeit gelegt haben, waren optimal.

Unser neues Lieblingsspielzeug im Auto, wenn alle Bücher durchgeschaut sind: der Reise AquaDoodle. Hier kann sich der kleine Künstler mit Wasser verausgaben und nichts dreckig machen...


Dorint in Garmisch - Familienidyll unter der Zugspitze

Erstes Etappenziel auf dem Weg nach Italien war das Dorint Sporthotel in Garmisch-Partenkirchen. Das Hotel besteht aus 5 einzelnen Häusern mit Zimmern und Ferienwohnungen, die für Regentage alle unterirdisch verbunden sind. Wir hatten ein nettes Familienzimmer mit Balkon, eine perfekte Kleinkind-Vorbereitung (Steckdosensicherungen, Windeleimer etc.) und neben einem tollen Frühstück gab es an beiden Abenden ein geniales Halbpensionsbuffet. Im Schwimmbad gibt es ein kleines Planschbecken, dass Monsieur Mignon am liebsten den ganzen Tag nicht verlassen hätte.
Ausflugsziele waren die Altstadt von Garmisch und die Skisprungschanze. Wäre das Wetter besser gewesen, hätten wir einen Tagesausflug auf die Zugspitze unternommen, aber bei Nebel knapp 100 € für die Gondelfahrt ausgeben, war uns dann doch zu viel.


Malcésine - perfekt als Ausgangspunkt für Ausflüge rund um den See


Umso besser war das Wetter am eigentlichen Ziel in Malcésine am Gardasee. Der am Hang gelegene Ort mit dem hübschen Hafen und der imposanten Scaliger-Burg ist um diese Jahreszeit noch nicht so überfüllt und begrüßt uns mit Sonne, Gelato und guter Laune. Im Sommer tummeln sich hier die Surfer und entsprechend ist das Angebot an Boutiquen und Restaurants. Mit unserem Buggy kam man auch gut über die Pflastersteine in der Altstadt.

Hafen von Malcésine

Majestic Palace - Rentnerparadies mit 4 Sternen

Unser Hotel war das Majestic Palace, das am ersten Abend eher den Eindruck eines Seniorenheims auf uns hatte, da wir hier den Altersdurchschnitt mächtig nach unten gedrückt haben (der lag ungefähr so hoch, wie wenn man unsere drei Altersangaben zusammenzählt). Doch jeden Tag kamen zu unserem Knirps noch mehr Kinder dazu und laut Holidaycheck ist der 4-Sterne-Bunker mit den vielen Pools zu Ferienzeiten ein schönes und lautes Familienhotel. Als Gardaseeneulinge sind wir hier gestrandet, da es bei Travelzoo ein nettes Angebot gab, nochmal würde wir das Hotel wahrscheinlich nicht buchen, aber für einen ersten Eindruck von der Region war es okay. 
Hotel Majestic Palacae
Dank der tollen Ausflugsziele rund um den Gardasee haben wir während unserer 5 Nächte in Malcésine nicht viel Zeit im Hotel verbracht und die Angebote (Pools, Hallenbad, Minigolf, 4mal wächentlich auch Mittagsbuffet etc.) gar nicht genutzt. Das Abendessen gab es im "Speisesaal", der aber mehr nach Kantine aussah und in dem leider nicht so eine schöne Stimmung herrschte wie in Garmisch. Unseren Spaß hatten wir trotzdem dank Maria, der netten Kellnerin und einer großen Auswahl italienischer Speisen. Die waren nicht immer lecker, doch wie sagte mein Mann so schön: "Wenn Du Dich über das Fleisch ärgerst, gehe einfach zum Nachtischbuffet - und schon ist der ganze Ärger vergessen." Die Anzahl an köstlichen Törtchen, Kuchen, Semifreddo, Mousse und Eis war so toll, dass wir alle heftig zugelegt haben.

Palazzo in Malcésine

Burg & Shopping in Malcésine

In Malcésine selbst lohnt sich auf jeden Fall ein Bummel durch die Altstadt zum Hafen und ein Besuch der Burg mit einem genialen Ausblick über See, Stadt und Berge (den Monte Baldo, an dessen Fuß Malcésine liegt). Auf der Burg gibt es ein sehr schön gestaltetes, kleines naturhistorisches Museum, das uns über die Tier- und Pflanzenwelt der Region sowie die verschiedenen Gardasee-Winde aufklärte.

In der Altstadt habe ich sehr schöne Schuhe gefunden (bei Ginger) und eine knallblaue Ledertasche - die gibt es hier sehr viel günstiger als bei uns, allerdings sollte man darauf achten, dass sie auch wirklich "made in Italy" sind und keine billigen China-Importe. Ansonsten haben wir für die Daheimgebliebenen italienische Kekse, Duftkerzen, Olivenöl, Grappa und Salatkräutermischungen aus Limone mitgebracht.
Es gibt auch eine Ölmühle mit Museum, das wir uns aber für den nächsten Gardaseeurlaub aufgespart haben...

Scaligerburg Malcésine
Riva und die Cascata Varone

Der nächste Ausflug ging zur Grotta Cascata Varone hinter Arco bzw. Riva, am Ortseingang der Gemeinde Tenno. Der Wasserfall befindet sich innerhalb des Berges, wo er sich über Jahrtausende seinen knapp 100 m langen Weg durch den Felsen gebahnt hat. Über zwei Höhlen kommt man dem beeindruckenden Wasserfall sehr nahe und wird dementsprechend nass. Im Sommer bestimmt eine willkommene Abkühlung, wir waren froh über unsere Regenjacken, die wir glücklicherweise dabei hatten. Die untere Höhle ist direkt hinter dem Eingang, um zur oberen zu gelangen, muss man ein paar Stufen und Serpentinen hoch durch einen netten botanischen Garten laufen. (Eintritt pro Erw. 5,50 €)
Cascata Varone

Auch Riva del Garda ist sehr hübsch (zum Shoppen), etwas teurer und mehr auf Luxustouris eingestellt als auf Surfer. Hier haben wir einen nettes Kinderoutlet entdeckt, wo Monsieur Mignon gleich 2 Paar neue Schuhe bekommen hat.

Monte Baldo - Schnee und Murmeltiere
Der größte Berg bzw. Bergkette am Gardasee ist der Monte Baldo, dessen Seilbahn-Talstation nur 10 Minuten von unserem Hotel entfernt war. Also ab in die sich drehenden 360-Grad-Panoramagondeln und hoch auf 2000 m Höhe, wo sogar noch Schnee lag. Der Monte Baldo ist bekannt für seine Flora und Fauna und selbst auf den Touritrampelpfaden sahen wir Krokusse und Enzian und aus der Gondel heraus ein fröhlich den Berg hinunter hüpfendes Murmeltier.
Picknick auf 2000 m Höhe

Verona - Giulietta lässt grüßen

Nach Verona braucht man mit dem Auto von Malcésine aus eine gute Stunde, also gingen wir ein bisschen Stadtluft schnuppern. Verona ist bekannt für seine römische Arena, wunderschöne Kirchen und Burgen und dafür, dass Shakespeare's bekanntestes Drama hier spielt: Romeo und Julia. Vermutlich schauen sich mehr Touris das angebliche Haus und den berühmten Balkon der Familie Capulet an als die Arena, jedenfalls hielten wir es in diesem Innenhof nicht lange aus. Vor ca. 10 Jahren war ich schon einmal hier - damals gab es aber weder die Kaugummiwand, noch die Graffitis oder die Vorhängeschlösser, die man ja inzwischen weltweit vor allem an Brücken findet.
Casa di Giulietta in Verona
Arena di Verona


Limone - viele Zitronen und noch mehr Wasser

Ein letzter Ausflug ging mit der Fähre von Malcésine nach Limone - perfekt für den Kleinen, der ganz begeistert war vom vielen Wasser.



Limone ist ein netter Ort, benannt nach den vielen Zitronenbäumen, der mit dem Schiff aus von Malcésine in knapp 20 Minuten zu erreichen ist. Dort waren wir 3 Stunden gemütlich bummeln (hier bekommt man alles, was man aus Zitronen machen kann), Eis essen und dann ging es auch schon wieder zurück aufs Boot nach Malcésine.

Dorint Alpin Resort in Seefeld

Am nächsten Tag fuhren wir über die Alpen zurück in Richtung Heimat, und machten einen 2-tägigen Zwischenstopp in Seefeld/Tirol, wieder in einem Dorint Resort. Auch dieses wieder mit tollem Service, leckerem Frühstück und einem schönen Zimmer mit Panoramablick vom Balkon aus. Zum Muttertag gab es beim Frühstück für alle Mamis eine vom Hauspatissier kreierte Schokotorte in Herzform, die uns für dem Heimweg sogar eingepackt wurde - sehr lecker.



Leider war das Wetter auch an diesem Wochenende zu schlecht für einen lohnenden Besuch der Zugspitze, so dass wir uns die Zeit mit Bummeln, lesen und Schwimmbad/Spa-Besuchen vertrieben haben. (Und wir duften den Eurovision Song Contest im Land der Gewinnerin anschauen und uns über österreichische Jubelschreie freuen :))
Hier gab es zwar kein Kinderbecken, aber Monsieur Mignon hatte sehr viel Spaß, sämtliche Hotelgäste im große Innen- und Außenpool nass zu spritzen und für Mama gab's eine Rassoulbehandlung im Hotel-Spa...


Fazit: Ein schöner Urlaub mit vielen interessanten Ausflügen, den wir Familien mit kleinen Kindern gerne weiterempfehlen können. Es war gut, dass wir die Strecke nicht am Stück gefahren sind und nun wissen wir auch, dass unser Kleiner "hoteltauglich" ist (er bezirzt sämtliche Kellner, bekommt dauernd etwas geschenkt und vor allem in Italien war der Blondschopf die Sensation) und wie lange er sich am Tisch im Restaurant gut benehmen kann ohne dass es ihm langweilig wird.


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