Donnerstag, 20. Februar 2014

5 Tage im Kinderparadies

Hätte man mir vor zwei Jahren erzählt, dass ich einmal Urlaub in einem Familienhotel machen würde... ich hätte laut gelacht und den Kopf geschüttelt. 
- Auf engstem Raum mit 300 Kindern und ebenso vielen Eltern? 
- Beim Abendessen mit Nudeln beworfen werden, im Schwimmbad lautes Gekreische und überall liegt Spielzeug herum? Nein danke! 
- Ach ja, und dann  zahlt mann dafür auch noch mehr als für manches Spitzen-5-Sterne-Hotel? Sicher nicht!

Tja, und nun sitze ich hier, in „Deutschlands höchstem Berg- & Skidorf“ und sehe zu, wie mein Kleiner im Babyschwimmbad vor Freude strahlt. Ein Traum für das Kind... schon die Empfangshalle lädt mit Riesenpilzen und Schaukelpferden zum Spielen ein, das Freizeitangebot ist riesig und direkt neben dem Hotel gibt es eine Rodelbahn mit Wintermärchenwald, wo Monsieur Mignon voller Begeisterung stundenlang die beiden Alpakas, zwei niedliche Zwergponys, den Esel und mehrere Hasen, die sich im Schnee herumtollen, beobachtet.
  
Monsieur Mignons Favorit ist eindeutig das Bauernhofschwimmbad für Babys und Kleinkinder: Eine lustige Badelandschaft mit Traktor-Rutschen und wasserspeienden Pferdchen, Kühen und Schweinen. Danach folgen die Schlittenbahn und der Zauberwald, dessen Schaukeln und Klettergeräte zum Teil auch mit Schneeanzügen und Winterstiefeln nutzbar sind.
 
Auch für Mamas und Papas gibt es ein tolles Schwimmbad, eine Saunalandschaft, eine Panoramabar und ein Spa. Als meine beiden Jungs morgens noch in den gemütlichen Betten kuschelten, lag ich schon mit 10 anderen Mamas entspannt auf Yogamatten.  Dafür durfte der Papa dann abends kickern...
Wer mal eine Pause von seinen Kindern braucht, kann diese in vier altersgerechten „Clubs“ von Fachkräften betreuen lassen. Möglich ist das schon ab morgens 7:30 bis abends um 21 Uhr. War für uns aber gar nicht nötig, denn durch die gute Bergluft (Oberjoch ist Deutschlands höchstes Bergdorf) haben wir alle gut und lange geschlafen und außerdem gibt es so viel mit den Kindern zu erleben, dass man sie gar nicht abgeben möchte. Wer abends noch in die Bar möchte, hat ein Babyphone auf dem Zimmer, das mit dem eigenen Handy gekoppelt wird, so dass man schnell auf dem Zimmer sein kann.

Überhaupt muss man so gut wie gar nichts von den unhandlichen Dingen mitschleppen: Buggy, Wasserkocher, Fläschchenwärmer und eine Babybadewanne konnten wir kostenlos ausleihen. Wer zu wenig Windeln dabei oder die Feuchttücher vergessen hat, kann im Hotel zu den großzügigen Betreuungszeiten welche nachkaufen. Als Monsieur Mignons Music Player den Geist aufgegeben hatte, wurden uns die Batterien sogar kostenlos ausgetauscht. Die Zimmer sind sehr cool eingerichtet - eine Mischung aus Alpencharme und Clean-Chic, aber mit modernen Holzwänden, Akzenten in Hellgrün, bequemen Ledersofas oder in den Luxuszimmern sogar mit lustigen Spielecken zum Reinkriechen.
 
Die 5 Tage sind jedenfalls viel zu schnell vorüber gegangen: Monsieur Mignon, sein Papa und ich hätten es da locker noch ein paar weitere Tage ausgehalten – nur hätte man uns dann vermutlich hinausrollen müssen, denn das Essen ist sehr lecker dort. Und es gibt den ganzen Tag etwas... kaum ist das Frühstücksbüffet abgeräumt, kommt das Mittagessen, danach das Snackbuffet und kurz darauf schon wieder das Abendbuffet. Und nicht einmal den geräuschempfindlichen Papa stören die Schmatz- und Trotz-Geräusche der zahlreichen anderen Kinder – obwohl es wirklich laut ist. Anscheinend härtet man als Eltern tatsächlich ab und konzentriert sich nur noch auf die Äußerungen des eigenen Nachwuchses - in unserem Fall also: "lecker", "nochmal" oder ein ganz simples und genusvolles "hmmmm". 
Für die Kleinen gibt es ein eigenes Kinderbuffet in passender Höhe, mit buntem Plastikbesteck und kinder-affinem Essen (Pommes-ähnliches Zeugs gab es immer, aber auch kindgerecht angerichtetes Gemüse und was Kinder sonst am liebsten jeden Tag essen würden, dazu eine Riesenauswahl an Hipp-Gläschen für alle Alterstufen und ein Rund-um-die-Uhr-Milchzapfgerät direkt neben einer Mikrowelle). Man könnte sich also theoretisch den ganzen Tag im Restaurant aufhalten... wären da nicht die ganzen anderen fabelhaften Möglichkeiten, mit kleinen und großen Kindern Spaß zu haben. Größere Kinder freuen sich übrigens auf Skihänge direkt im Ort, die Seilbahn in Bad Hindelang und auf die längste Hotelrutsche Deutschlands!




Little Luxuries Fazit: 
Es ist gut möglich, dass wir nochmal herkommen ;)




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